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Warum es sich lohnt nach Myanmar zu reisen

Obwohl meine Reise nach Myanmar noch nicht sehr lange zurück liegt, fühlt es sich dennoch schon wie eine Ewigkeit an. Puuuh, da sieht man, dass ich schon wieder urlaubsreif bin. Weg von dem tristen, kalten Alltag in Berlin in die herzliche Wärme! Das wäre sooo wunderbar! 🙂

Darum ist es doch mal schön hier in diesem Beitrag den Alltagsstress für einen kurzen Moment zu entfliehen und einfach ein wenig in Erinnerungen zu schwelgen! 😉

Ich habe wahnsinnig viel in dieser kurzen Reise in Myanmar mitgenommen und einige schöne, mir vorher unbekannten Dinge sind mir besonders im Gedächtnis geblieben. Ich kann Euch nur sagen, dass die Reise ins birmasische Reich sich mehr als gelohnt hat! 😉

Warum? Weil:

1. die Menschen super herzlich sind

Obwohl die meisten kein Englisch gesprochen haben, sind sie dennoch stets bemüht einen zu helfen. Am meinen ersten Tag in Mandalay lief ich alleine am Abend herum auf der Suche nach dem Nachtmarkt in der Nähe meines Hostels. Alleine zu reisen ist für die Burmesen ungewöhnlich. Erst Recht als Frau, weshalb ich viele fragwürdigen Blicke geerntet habe. Ich muss sagen, dass es mir sehr unangenehm war, vorallem mit dem was ich an hatte was absolut gar nicht der Kleiderordnung vor Ort entsprach. Mir wurde plötzlich bewusst, dass ich mich selbst in eine sehr prekäre und gefährliche Situation gebracht zu haben schien und bekam tierische Panik. Glücklicherweise täuschte ich mich grundlegend. Die Blicke waren besorgte Blicke für mich als ein kleines, zierrliches Mädchen ganz allein im Dunkeln (es gab kein Licht an den Straßen) herumirrte denn ich wurde irgendwann angesprochen und ob sie mir weiterhelfen können.

Myanmar ist einer sicheres Reiseland – durch und durch und auch für Frauen.

Sie sind außerdem in dem was sie machen sehr fair! Sie müssen zwar ihr tägliches Brot verdienen, sind dennoch sehr moralisch und verfolgen ihre Prinzipien. Betrug und Lügen kommen für sie nicht in Frage. Sie nehmen nur so viel Geld an wie sie verdient haben. Nicht mehr und nicht weniger. Wie oft ich schon in meiner Reise mit falschen, zum Teil viel zu großen Scheinen bezahlt und nichts bemerkt habe. Aber zu meinem Erstauenen sind die meisten extrem ehrlich und wiesen mich immer wieder darauf hin, dass ich noch mehr Geld zurück bekomme als ich dachte.

2. man ihren ungwöhnlichen Straßenverkehr anschauen sollte

Auf dem ersten Blick fällt einen nicht auf da der Straßenverkehr auch in Myanmar wie in den meisten Ländern Rechtsverkehr herrscht. Doch beim genauen Hinsehen – wenn man beispielsweise einen Taxi nimmt oder ähnliches – fällt man auf, dass der Fahrersitz sich allerdings auch auf der rechten Seite befindet. Das sehe ich zum allerersten Mal in meinem Leben. 😀 Aus Gewohnheit des europäischen Standards (Fahrer auf der linken Seite auf der rechtsverkehrenden Straße) bin ich einmal versehentlich in die Seite des Fahrers eines Taxis eingestiegen. Stellt Euch das mal vor! 😀 Ich bestelle mir einen Taxi und würde ihn aber selbst fahren oder wie ist eigentlich die Lage? Hahaha….Sehr amüsant! Unglücklicherweise habe ich da kein Bild davon gemacht. :-/

3. alle Frauen Thanaka auf ihrem Gesicht tragen

Wenn man in Myanmar ankommt, fällt eines besonders schnell auf. Die Gesichter der Frauen. Sie sind in Gold, genauer genommen mit Thanaka bemalt. Mit Thanaka verzierten Gesichter sind ein Phänomen in Myanmar für sich. Jede 2. Frau trägt eine goldfarbige, kunstvolle Verzierung auf dem Gesicht. Dabei ist Thanaka eine hellgelbliche Paste bzw. Creme, die als natürliche Kosmetik aus fein geriebenen Rinden des Thanaka-Baumes hergestellt wird. Thanaka ist sozusagen der natürliche Sunblocker der Burmesen. Sie hat einen hohen Sonnenschutz und wirkt leicht kühlend weshalb sie sowohl als Sonnencreme als auch als Paste gegen Sonnenbrand bestens geeignet ist. Außerdem verhindert sie angeblich Feuchtigkeitsverlust der Haut und verleiht somit ein frisches und junges Aussehen. Thanaka ist die beliebste Komestik in Myanmar, die bei den Frauen u.a. als Make Up genutzt wird. Sie wird heutzutage nicht mehr einfach salopp auf das Gesicht gestrichen, vielmehr werden es kunstvolle Figuren und Muster auf das Gesicht als schöne Verzierungen getragen.

U Pein Bridge Mandalay4. alle Männer mit blutbefleckten, roten Zähnen durch die Gegend laufen

Auch bei den männlichen Kandidaten in Myanmar gibt es etwas besonderes zum Staunen. Ihre Zähne. Ja, Zähne sehen extrem ungepflegt und schmutzig aus. Ein bezauberndes Lächeln ist hier weit und breit verfehlt. Vielmehr erwartet Dich rote, blutbefleckten Zähne wie aus Vampirenfilmen. 😀

Hervorgerufen wird die Verfärbung von den Betel-Priems – einer Packmischung aus Betelblatt, Betelnuss und Kalk. Genauer genommen werden Stücke der zerhackten Betelnuss werden in das Betelblatt eingewickelt und mit flüssigem, gelöschtem Kalk bestrichen. Diese reizt den Geschmacksinn und hat stimulierende Wirkungen. Laut Myanmar Discover’s Beschreibung haben die Betel-Priems noch folgende Wirkung:

Der Betelbissen wird entspannt gekaut, oft nach einer Mahlzeit, bei religiösen Festen, beim Autofahren oder bei Versammlungen und oft stundenlang im Mund gelassen. Die Wirkung dieses Betelbissens ist, dass sich der Kauer in einem Zustand des Wohlbefindens und leichter Angeregtheit befindet. Die physische und geistige Leistungsfähigkeit wird gefördert und Ermüdung verhindert.

BetelpriemsÜberall und an beinahe jeden Ecken habe ich Standverkauf von Betel-Priems entdeckt was definitiv für seine große Beliebtheit und riesen Nachfrage spricht. Mir wurde es auf meiner Reise schon das ein oder andere Mal Betel angeboten weil ich die Zubereitung neugierig beobachtet und nachgefragt habe. Probieren wollte ich allerdings nicht weil ich keine ungepflegte Zähne bekommen wollte. 😀 Ich muss sagen, die Versuchung war schon sehr groß gewesen einfach mal zu teste wie es schmeckt und welche Wirkung es auf mich hat. Es fiel mir nicht leicht nein zu sagen. Acerolin in den Betelnusssamen ist übrigens der Ursacher für die rot verfärbten Zähne.

5. man sehen sollte wie sie leben

Die meisten von uns in Deutschland oder in Europa wissen nicht wie gut es uns geht. Es liegt, denke ich, an dem fehlenden Bewusstsein für das Leben und das Leben anderer Länder zugrunde. Ist Euch klar, dass Ihr nicht nur ein enfaches Dach über dem Kopf hast, sondern eher ein schön geschmückter Palast mit unzähligen Luxusgütern, von denen die Menschen in Myanmar nur träumen können. Wir waschen weder unsere Wäsche noch unser Geschirr selbst per Hand. Das ist für sie unerdenklich. Wir besitzen Kaffemaschine, Fernseher, Einbauküche, saubere und gesunde Ernährung, schöne Kleidung, Geld für Reisen und vieles mehr! Sie sind froh, wenn sie mit dem Geld, was sie an einem Tag verdienen, ihre Familie am Tag über die Runden halten können. Mehr erhoffen sie sich nicht. Ich bin in der Zeit durch sehr viele Gegende in Myanmar gefahren und musste feststellen, dass eine kleine Hütte aus Ästen oder Palmen ihr Heim war. Die Hütten waren sehr einfach dargestellt und haben nur das aller nötigste wie ein einfaches Bett und ein Blumpsklo hinter der Hütte. Gekocht wird an einer offenen Stelle außerhalb der Hütte. Obwohl ich aus China komme und schon einiges in meinem Leben gesehen habe, hat das alles in Myanmar mir dennoch meine Sprache verschlagen. Es war sehr traurig das Lebensmillieu von den Menschen zu sehen und ein bodenloses Schamgefühl überkommt es mich. Wir sollen uns wirklich glücklich schätzen und uns mehr Gedanken machen was wir machen können um die armen Menschen weltweit helfen zu können.

6. die Reisekosten sehr gering sind

Wie schon hier erwähnt habe ich auf meiner Myanmar-Reise viel weniger als erwartet ausgegeben. Wer nicht auf Luxusunterkunft aus ist und gern low-budget herum reist, ist Myanmar als Reiseland definitiv sehr zu empfehlen! Die meisten Kosten fallen meiner Meinung nach bei den Transportmitteln von A nach B.

7. es viele schönen, unberührten Traumstrände gibt

Obwohl Myanmar in den letzten Jahren sich immer mehr dem Tourismus geöffnet hat, hat es dennoch im Vergleich zu anderen asiatischen Reiseländern wie Thailand, Vietnam oder Philippinien wenig Touristen und wenig touristenfreundliche Infrakstruktur, was vorallem zu den Stränden betrifft. Aufgrunddessen blieben bzw. bleiben viele Strände in Myanmar unberührt. Die heimlische Touristen gehen selten auf eine Badereise. Durch die schlechte Infrakstrutur zu den Stränden sowie fehlenden Massentouristen werden die schönen Strände kaum besucht. Für Menschen gegen Massentourismus werden die Strände in Myanmar voll und ganz ihren Geschmack treffen. Die beliebsten Strände in Myanmar sind Ngwe Saung und Ngapali Strand. Auf meiner Reise entschied ich mich spontan einen Besuch am Ngwe Saung Strand zu machen. Ich bliebt dort 1,5 Tage. Der Strand ist ein sehr schöner feiner Sandstrand. Es war weit und breit kaum Menschen in Sicht außer ein paar einheimischen Menschen. Ich habe mich zu dem Zeitpunkt leider ein wenig einsam gefühlt, ansonsten würde ich den Strand zum Ausspannen und Ausschalten des Alltags sehr genießen. Worauf wartet Ihr noch Ihr Strandfanatiker! 😉

Liebe Grüße,

Yun

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