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Es war einmal…

Wir Menschen sind dazu prädestiniert uns zu verändern. Nein, nicht nur Menschen, sondern alles auf dieser Welt verändert sich. Nichts ist konstant. Zumindest nicht für immer.

Nicht nur unser Körper ‚mutiert‘ biologisch gesehen in jeder einzelnen Minute aufs Neue. Auch unsere Einstellungen zum Leben und unsere Wertevorstellungen und gar unser Charakter können sich im Laufe des Lebens aufgrund der Umwelt und eigener Lebenserfahrungen ständig verändert oder adaptiert werden.Strand in Indonesien

Wie ich jetzt auf dieses Thema komme? Ist wohl nicht schwer zu erraten – weil ich auch einige gravierende Veränderungen in meinem Leben sowie in meinem Umfeld feststelle. Es ist gerade nicht einfach meine Gedanken zu ordnen und diese niederzuschreiben denn momentan schwirren einige unsortierte Gedanken wie tausende von Parasiten in meinem Kopf herum, die gern aus meinem Kopf ausbrechen würden aber leider nicht den Ausgang zu finden wissen. Verzeih‘ bitte deshalb wenn dieser Post euch chaotisch erscheint.

Vieles fühlt sich nicht mehr so an wie es einmal war. Ja, vieles fühlt sich nicht mehr so gut und intensiv an wie es einmal war. Fangen wir mal bei Freunden an. Ich wohne seit beinahe zwei Jahren in Berlin. Ich habe, wie in diesem Post berichtet, neue nette Freundinnen in dieser Zeit gewonnen. Nichtsdestotrotz spüre ich hin und wieder mal eine Distanz; eine unsichtbare Wand zwischen uns. Ich weiß nicht woran es liegt. Aber eins ist klar, dass es von beiden Seiten aus kommt und ich mich in dieser Sache nicht täusche. Wahrscheinlich braucht es einfach Zeit um das derzeit noch fehlende Vertrauen aufzubauen. Freundschaften entwickeln sich nicht über Nacht und erst recht nicht bei tiefen Freundschaften.

Und dann gibt es noch meine Freunde in meiner deutschen Heimat – Freiburg. Mittlerweile kann ich meine Freunde in Freiburg an einer Hand abzählen. Selbst bei ihnen ist es anders geworden. Auf meine Nachrichten gibt es entweder ein, meiner Meinung nach, sehr befremdetes „Hey“ plus Fortsetzung oder gar keine Reaktionen. Das was ich schreibe ist keine Schuldzuweisung oder ähnliches, sondern nur eine unerfreuliche Erkenntnis, über deren Feststellung ich sehr traurig bin. Das aller schmerzlichste allerdings ist meiner Meinung nach das Ungleichgewicht unserer Gefühle zu einander weil ich mich ihnen über die Entfernung hinweg noch immer sehr nah fühle, aber sie nicht mehr dasselbe für mich empfinden. So ist zumindest mein Eindruck. Natürlich könnte ich mich auch irren (und sie hatten schlicht und weg nur einen schlechten Tag) weil – wie bereits erwähnt – man sich verändert bzw. verändern kann. In dem Fall meine ich mich selbst, dass meine Veränderungen mich dazu quasi zwingen so zu fühlen. Versteht ihr was ich meine? XD

A propos Veränderungen. Diese kann ich an mir selbst gut und deutlich erkennen. Ich habe in 2014 nicht nur meinen besten Freund verloren vielmehr habe ich auch zwei weiteren lieben Menschen gehen lassen. Sie sind gute Herzensmenschen. Ich fühle mich in ihrer Gegenwart auf unterschiedlichster Art und Weise wohl. Aber ich habe dennoch manchmal das Gefühl, dass die eine unsere Freundschaft nicht besonders wertschätzt und mit der anderen habe ich des Öfteren Missverständnisse gehabt sodass es häufiger zu Konflikte kam. So habe ich beim ersten Fall keinen Sinn mehr gesehen noch mehr Herzblut in die Freundschaft zu stecken und beim zweiten Fall hielten ich und diese Freundin beide für vernünftig wenn wir ein wenig Abstand von einander nehmen würden. Nun sind sie so schnell gegangen wie sie gekommen sind. Sie sind nicht direkt aus meinem Leben verwunden jedoch distanzierte ich mich seit geraumer Zeit von ihnen. Nichtsdestotrotz geht es mir seltsamerweise nicht gut wenn ich merke oder sehe, dass es ihnen nicht gut geht. Ich bekomme dann ein starkes Verlangen ihnen helfen zu wollen und nachfragen ob es alles in Ordnung ist.

Worauf ich mit dem obigen hinaus möchte? Dass ich nicht mehr wie früher bin und krampfhaft an einer Freundschaft klammere obwohl manch diese mir nicht gut tut und abgesehen von meiner ehemaligen geliebten Freundin Sini nur wenige Freunde habe, mit denen ich eine wirklich – ich meine wirklich im besten Sinne des Wortes – harmonische Beziehung habe.

Wie man aus nur meinen letzten Posts entnehmen kann, schwelge ich nicht selten in schönen aber auch schmerzlichen Erinnerungen und lebe nahezu in der Vergangenheit. (Äugchen drehend)

Vor ein paar Jahren entschied sich eine geliebte Freundin namens Sini gegen unsere Freundschaft weil sie sich von mir verletzt gefühlt hatte, was meiner Meinung nach nur Missverständnisse waren. Aus meiner Sicht hätte auf der einen Seite auch eine andere, wesentlich harmlosere Methode als diese das Problem lösen können, aber ich kann es auf der anderen Seite trotzdem nachvollziehen weil sie jeder Mensch anders ist und sie vermutlich ihre Gründe hat warum sie sich zutiefst von mir enttäuscht fühlte.

Wie dem auch sei. Wir waren uns auf einer Art und Weise sehr ähnlich und doch so verschieden. Die Freundschaft mit ihr war sehr harmonisch. Keiner von uns fand es zu schade oder peinlich unsere tiefsten Ängste, Problemen aber auch größten Freude dem Gegenüber zu offenbaren. Ich spürte ihre Liebe und ihr Vertrauen zu mir und das beruhte ganz wahrhaftig auf Gegenseitigkeit was heute bei vielen meinen Freunden nicht mehr der Fall ist. Denn entweder vertraue ich einer Person meine Probleme an aber diese mir nicht oder anders herum. Also deshalb halte ich es für hier für eine gute Möglichkeit diesen kleinen Teil des Posts ihr zu widmen um meine Wertschätzung ihr entgegen zu bringen, da sie eine besondere Rolle in meinem Leben gespielt hat.

Eurer Freund ist die Antwort auf eure Nöte.
Er ist das Feld, das ihr mit Liebe besät und mit Dankbarkeit erntet.
Und er ist euer Tisch und euer Herd.
Denn ihr kommt zu ihm mit eurem Hunger, und ihr sucht euren Frieden bei ihm.
Wenn euer Freund frei heraus spricht, fürchtet ihr weder das „Nein“ in euren Gedanken,
noch haltet ihr mit dem „Ja“ zurück.
Und wenn er schweigt, hört euer Herz nicht auf, dem seinen zu lauschen;
Denn in der Freundschaft werden alle Gedanken,
alle Wünsche, alle Erwartungen ohne Worte geboren
und geteilt, mit Freude, die keinen Beifall braucht.

– Khalil Gibran

Doch das ist nur ein Teil meiner Absicht dieses Posts. Ich möchte nämlich gern mit diesem Post meine Vergangenheit hinter mich lassen wenn auch verspätet im Februar anstatt zum Neujahrsbeginn.

Ich möchte von nun an Folgendes für mich selbst tun:

  • Mit allem aus meiner Vergangenheit abschließen
  • Im hier und jetzt leben und die Menschen in meiner Gegenwart wertschätzen
  • Mich wieder häufiger bei meinen Freunden melden, nachfragen und love spreaden (Liebe verteilen hört sich uncool an :-P)
  • Es dabei belassen wenn keine Antwort gibt. Denn wenn sie es wollen und mich mögen, werden sie sich zurückmelden 😉
  • Nur Menschen wertschätzen die mich ebenfalls zu wertschätzen wissen
  • Behandelt mich jemand gut so gebe ich mindestens das zweifach zurück 😉
  • stets lächeln egal was kommt
  • Immer glücklich und stark bleiben
  • Just make the most of everything 😉

 

Ich hoffe dieser Post hat euch nicht gelangweilt und bis ganz bald wieder! :-*

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